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Freies WLAN in der Neuenrader Innenstadt

Die Verantwortlichen des Stadtmarketingvereins hatten die Angelegenheit angeleiert. Ideengebeer war dabei Stadtmarketing-Geschäftsführerin Christiane Frauendorf. Sie hatte die Sache in Gevelsberg aufgeschnappt: „Beim einem Stadtfest wurden Flyer verteilt, auf denen stand ‘Ab heute freies W-Lan’. Da hab ich mir direkt gedacht: das passt“, wird Frauendorf in einer Pressemitteilung zitiert.

Neuenrade. Durch die Stadt schlendern, am Karussell Karlo eine Pause einlegen und gemütlich auf der Bank sitzend im Internet surfen – das klingt nicht nur verlockend, sondern ist seit einigen Tagen tatsächlich möglich. Der Stadtmarketing-Verein hat die Idee mit dem freien WLAN für die Innenstadt realisieren können. Geschäftsführerin Christiane Frauendorf hatte die Idee in Gevelsberg aufgeschnappt: „Bei einem Stadtfest wurden Flyer verteilt, auf denen stand ‘Ab heute freies WLAN’. Da hab ich mir direkt gedacht: das passt“, so Frauendorf. Die Idee unterbreitete sie dann dem EDV-Systembeauftragten der Stadt Neuenrade, Frank Mollitor. Der klopfte die Möglichkeiten ab, die sich in Neuenrade für das Projekt boten, setzt sich mit der technischen Seite des Konzeptes auseinander und gab schon bald grünes Licht. Es wurde ein strategischer Plan erstellt, in dessen Rahmen ermittelt wurde, wo sich überall ein „Hot Spot“ befinden muss, damit eine lückenfreie Flächenabdeckung gewährleistet werden kann. Bürgermeister Antonius Wiesemann, seit einer Woche auch Vorsitzender des Stadtmarketings, war sofort begeistert von der Sache: „Das bringt uns in Neuenrade wieder ein Stück nach vorne.“ Was in der Vorreiterstadt Düsseldorf von „Freifunk Rheinland“ auf die Beine gestellt wurde, in Bonn bereits funktioniert und auch Köln auf den Geschmack kommen lassen hat, lässt sich auch auf eine Stadt von Neuenrades Dimensionen übertragen. Auch hier gibt es Einzelhändler – genau wie in Düsseldorf – die ihr Netzwerk freischalten und den Passanten den Zugang zum World Wide Web ermöglichen.

Auch die rechtlichen Fragen sind geklärt. Was passiert, wenn jemand auf dem Platz der Generationen sitzt, und per Internetzugang eines Einzelhändlers um die Ecke etwa illegale Daten herunterlädt? Diese Daten kämen über den Anschluss des WLAN-Anbieters, also des Anschluss-Inhabers. Aber könnte der dann nicht für das Vergehen belangt werden? Nein. Hier hat sich der Stadtmarketing-Verein schlau gemacht, bevor das Projekt gestartet wurde. Diejenigen, die ihren Anschluss öffnen, sind rechtlich auf der sicheren Seite und können nicht für Straftaten herangezogen werden, die von Fremden über ihren Anschluss begangen werden.

Einzelhändler entlang der Ersten Straße konnten für das freie WLAN gewonnen werden, ebenso im Bereich des Platzes der Generationen. „Das Stadtmarketing hat sich vorher mit der Frage beschäftigt, wie flächendeckend das Ganze sein muss. Unser Wunsch wäre nun, diese bereits bestehende Achse bis zum Freibad zu verlängern“, schaut Frauendorf in die Zukunft. Zunächst aber soll das abgedeckte Netz auf die Querachse von der Altstadt/Zweite Straße bis zum Kaisergarten erweitert werden. Der strategische Schlüsselpunkt ist das Gebäude, das die Volksbank beherbergt. Ebenso wie bei den Einzelnhändlern an strategischen Punkten werden auch hier im Obergschoss starke Router aufgestellt. In Düsseldorf sollen es am Ende 50 Hot Spots sein. Eine Stadt von der Größe Neuenrades kommt da mit deutlich weniger aus, und somit war die Idee von vornherein kein unrealistisches Hirngespinst mit dem Stempel „Wunschdenken“, sondern erwies sich schnell als machbar, so dass Neuenrade hier in der Region nun einmal mehr Vorreiter ist.

Wenn alles glatt geht, kann man schon bald an noch mehr Stellen der Hönnestadt frei im Internet surfen. Und auch hier gibt es ein speziell auf die Bewohner zugeschnittenes Programm. „Neuenrader Gugel Klick“ ist seit mehreren Monaten aktiv und wurde in Neuenrade als Pilotprojekt gestartet. Diese Suchmaschine, speziell für die Stadt Neuenrade, befindet sich auf der offiziellen Internetseite der Stadt (www.neuenrade.de) und bietet vor allem Neubürgern Hilfestellung, und immerhin begrüßt Neuenrade jährlich mehrere hundert davon.

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